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Ist Stärke immer glutenfrei?

  • Autorenbild: Sari Schoko
    Sari Schoko
  • 9. Aug. 2025
  • 2 Min. Lesezeit


Alles, was du wissen musst

Für Menschen mit Zöliakie oder Glutenunverträglichkeit ist die Frage nach „Stärke“ oft verwirrend. Schließlich liest man den Begriff auf unzähligen Zutatenlisten – von Brot über Süßigkeiten bis hin zu Fertigsaucen. Doch ist Stärke immer glutenfrei?

Die Antwort: Es kommt darauf an, ob eine der 15 verbotenen Zutaten enthalten ist.


Was ist Stärke überhaupt?

Stärke ist ein Kohlenhydrat, das in vielen Pflanzen als Energiespeicher vorkommt. Industriell wird es durch Auswaschen und Trocknen aus den Rohstoffen gewonnen. Die häufigsten Quellen sind:

  • Mais (Maisstärke)

  • Kartoffeln (Kartoffelstärke)

  • Tapioka (aus Maniok)

  • Reis (Reisstärke)

  • Weizen (Weizenstärke)


Wann ist Stärke glutenfrei?

  • Von Natur aus glutenfrei: Maisstärke, Kartoffelstärke, Tapiokastärke, Reisstärke.

  • Achtung bei Weizenstärke: Sie kann Gluten enthalten. Nur Produkte mit der Kennzeichnung „glutenfrei“ (unter 20 ppm Gluten) sind für Zöliakie-Betroffene sicher.

  • Gersten- oder Roggenstärke: Enthalten Gluten und sind für glutenfreie Ernährung ungeeignet.


💡 EU-Kennzeichnungspflicht: Wenn Stärke aus einem glutenhaltigen Getreide gewonnen wird, muss die Quelle auf der Zutatenliste angegeben sein (z. B. „Weizenstärke“).


Warum kann Weizenstärke trotzdem manchmal glutenfrei sein?

Bei der Herstellung von glutenfreier Weizenstärke wird das Gluten durch spezielle Wasch- und Filtrationsverfahren weitgehend entfernt. Das Ergebnis darf in der EU als „glutenfrei“ verkauft werden, wenn der Restgehalt unter 20 mg/kg (ppm) liegt.→ Beispiel: Viele glutenfreie Backwaren enthalten „glutenfreie Weizenstärke“, um eine bessere Teigstruktur zu erreichen. Jedoch gibt es auch Menschen, welche glutenfreie Weizenstärke nicht vertragen. Nach einer Zöliakiediagnose sollte auf glutenfreie Weizenstärke am Anfang verzichtet werden.


Die 15 glutenhaltigen Getreidesorten und Pseudogetreide

Wer sich glutenfrei ernähren muss, sollte diese glutenhaltigen Getreidesorten absolut vermeiden:

  1. Weizen

  2. Dinkel

  3. Emmer

  4. Einkorn

  5. Kamut (Khorasan-Weizen)

  6. Hartweizen (Durum)

  7. Bulgur (aus Weizen)

  8. Couscous (aus Weizen)

  9. Roggen

  10. Gerste und Gerstenmalzextrakt

  11. Triticale (Weizen-Roggen-Kreuzung)

  12. Grünkern (unreif geernteter Dinkel)

  13. Farro (Oberbegriff für alte Weizenarten)

  14. Seitan (aus Weizeneiweiß hergestellt)

  15. Wildformen von Weizen & verwandte Kreuzungen


Fazit

Stärke ist nicht automatisch glutenfrei. Für eine sichere Ernährung bei Zöliakie oder Glutenunverträglichkeit gilt:

  • Immer die Zutatenliste lesen.

  • Bei Weizenstärke immer auf den Zusatz „glutenfrei“ achten.

  • Lieber auf glutenfreie Stärken wie Mais, Reis, Taipioka- oder Kartoffelstärke setzen, wenn Unsicherheit besteht.


Mit diesem Wissen lässt sich auch im Alltag entspannt und sicher einkaufen – und Stärke verliert ihren Schrecken.


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